Tag 12: Ich habe es nicht verstanden und Polizei

Guten Morgen – guten Morgen, wir schaffen das – WIR SCHAFFEN DAS.

Ein guter Start. Die ganze Woche waren zwei Kinder dabei. Ich habe Mittwoch erklärt, dass die Kinder ruhig im Raum herumlaufen dürfen. Dass wir Erwachsene das akzeptieren sollten, auch wenn die Erwachsenen selbst während des Unterrichts nicht reden dürfen. Und natürlich, dass ich es gut fände, wenn sie miteinander spielen. Sie tun es nicht, obwohl keine Sprachbarriere besteht. Deswegen habe ich heute Morgen einige Kinderbücher mitgebracht, für die Kinder hier und die Geschwister zuhause.

Drei TN führen uns durch die Zahlen, die Familie, die Körperteile und –verben. Die dazugehörigen Sätze lesen sie nacheinander und wir wiederholen sie. Das machen wir zwei Mal. Dann sage ich: „Wir machen jetzt etwas schwieriges. Sie lesen jetzt jeweils einen Satz und ich sage, ob die deutsche Frau an der Kasse im Globus es verstehen kann. Einverstanden?“ Sie akzeptieren.

Die Hälfte der TN bekommen ihren Satz für deutsche Ohren verständlich hin. Bei einigen empfehle ich, zuhause zu üben und ich nehme den Druck etwas raus: Hier im Deutschunterricht ist
„Küche – Kuchen“ natürlich wichtig, wenn sie draußen „Kuche“ sagen, verstehen das die Leute – das ist wirklich nicht schlimm.

Dann kommt wieder die Liste vom Gesundheitswesen. Akut/Chronisch ist erneut zu erklären. Dann soll jeder nacheinander auf meine Frage „Haben Sie…“  antworten mit „Nein ich habe keine….“.TN 1 hat keine Schmerzen, TN2 hat keine akute Schmerzen, TN3 hat keine chronische Schmerzen, TN4 hat kein Bewusstsein verloren. Einige reagieren: Ich erkläre, ich habe KEINE Schmerzen und ich habe … NICHT verloren oder NICHT erbrochen. Wir kommen in etwa durch.

Dann kommt der Satz: „Ich habe es nicht verstanden“. Ich ermutige sie, diesen Satz zu sagen, statt ja zu nicken. Dass die „freundlichen“ Menschen in Deutschland sich stets Mühe geben werden, das Gesagte anders zu formulieren.

Schnell noch die Zimmer im Haus, weil ich die Geräte und Vorrichtungen in der Küche noch erörtern will. Herd, Kühlschrank, Geschirrspüler, Spüle und Arbeitsplatte brauchen ihre Zeit. Auch weil die Frauen jetzt viel untereinander reden. Weil es Freitag ist, gebe ich dem auch Raum.

Und der Unterschied zwischen Lampe – Leuchte – Birne wird heute auch zum ersten Mal beleuchtet. Im Globus gibt es nur Birnen. Jemand meint: „Gibt es auch Birnen die man essen kann.“ Stimmt, bestätige ich, und Obst machen wir später noch mal richtig. Sein Erfolgserlebnis.

Dann die Frage: „Wer hat Angst vor der Polizei“? (Angst als Wort kennen sie, der erste Satz in den Unterrichtsunterlagen ist: Ich habe keine Angst auf der Straße. Es begleitet uns von Anfang an: Auf der Straße brauchen wir keine Angst zu haben.) Zuerst ist Misstrauen vorhanden. Ich frage alle persönlich und mache deutlich, dass ich die deutsche Polizei meine. Ich habe die Polizei hierher eingeladen, weil ich vermitteln will, dass unsere Polizei gut und wirklich ok ist. Ich tue das jedoch nur, wenn alle es gut finden und akzeptieren. Das Misstrauen schwindet, die Polizei kann kommen. Uff.

Da noch etwas Spannung im Raum ist, gibt es ein Spiel. Ich schildere, was ich mit der Polizei tun werde. Ich male eine Ampel, gebe es einer TNin und verweise auf die Ampel am Bahnhof, die alle kennen. Ein Syrer darf Polizist sein. Er stellt sich an diw andere Ecke, genießt die Sonne und weiß, dass er einschreiten sollte.. Ich komme um die Ecke und in diesem Moment wird die Ampel rot (die Zusammenarbeit mit der „Ampel“ klappt wunderbar).

Und dann passiert was: Der Polizist rennt auf mich zu und ruft (intensiv): „Hey“.

Ich: ok, ok – cool down. Ich erkläre, dass Polizisten in Deutschland stehen bleiben und nur rufen.

Beim dritten Mal, ruft er sogar freundlich: ein freundlicher Polizist. Ich muss mal nachfragen, ob ein derartiger Werdegang für diesen stattlichen jungen Mann möglich ist.

Nach der Pause Zahlendiktat und dann warten die Enkel auf mich.

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Tag 11: Globus, Mut und Angela Merkel

Wir beginnen mit dem Buchstabieralphabet: Anton, Bertha, usw. Dann bitte ich die TN ihren Namen senkrecht, Buchstabe für Buchstabe plus Leerzeichen, zu schreiben. Manche können ihren Namen noch nicht richtig schreiben. Sie sollen das Blatt bis Morgen mit den Buchstabenkodes ergänzen – das wird für sie ein wichtiges Dokument.

Dann pauken wir Zahlen, Geburtstage, die Familie, die verschiedenen Formen der Begrüßung, Körperteile und Körperverben, die Zimmerbezeichnungen im Haus und die Gegenstände im Wohnzimmer. Nach der Pause werden wir die Gegenstände im Schlafzimmer behandeln.

Wir verwenden viel Zeit mit den zu den Themen gehörigen Sätzen, alle lesen jeweils einen Satz und wir wiederholen und üben natürlich: Küche – Kuchen, Blumen- blühen sowie Eltern, gerne, Fernseher und Angst, Herbst, (danke und) selbst. wie auch zehn. Zeh, Polizei, Zahlen.

Danach erkläre ich die neue App „ankommen“ von der BAMF und dass diejenige, die mit Bus oder Zug kommen, die Fahrkarten aufheben sollen, wegen einer Rückerstattung. Das sind viele neue Worte auf einmal. Wir machen es in 4 Sprachen, damit sicher ist, dass alle es verstehen.

Nach der Pause: Zahlendiktat. Ein Teilnehmer bekommt ein Blatt Papier mit den Zahlen 1 – 20 und auch (eins – zwei, usw.) ausgeschrieben. Er soll bis morgen diese Zahlen 10 Mal nachschreiben. Den Anderen sage ich, dass gestern 6 Diktate fehlerfrei waren und als häufigste Fehler Verdrehungen (64 statt 46) und Verwechslungen 17/70 bzw. 12/20 vorkommen. Ich lobe und erkläre, dass wir nächste Woche Zahlen wie 35,12 (Euro) oder 65,23 usw. üben werden, damit sie im Globus den Preis an der Kasse auch verstehen können. Das finden sie sehr gut.

Dann ist schon wieder 11:30 Uhr, Zeit für „Viele Wege“. Ich habe heute Morgen bei Wikipedia das Wort „Mut“ und die Übersetzung in Arabisch und Persisch gesucht und groß auf ein Blatt geschrieben. Ich zeige es, setze mich und bitte um Ruhe. Ich gucke alle nacheinander an (Augenhöhe) und sage: „Sie haben alle viel Mut“. Sie haben nicht nur Ihr Land verlassen, sondern sitzen jeden Tag hier und lernen Deutsch mit mir. Das ist schwierig für Sie. Und ich erinnere an die Menschen, die 1 oder zwei Tage kamen und wieder verschwunden sind. Sie nicken. Sie haben Mut und ich werde Ihnen mit „Viele Wege..“ zeigen, welche Möglichkeiten Sie hier haben.

Eine TN liest über Christian, der Drucker. Ich erkläre, male die Stationen und betone die Abschlüsse, die Christian gelungen sind und seinen Werdegang darstellen.

Dann kommt der Satz „…. mit dem Berufsabschluss auch geschafft“. Zu dem Wort fällt mir einen Satz ein. Ich schreibe an die Tafel: „Wir schaffen das“ und frage, ob jemand diesen Satz kennt.

Niemand. Niemand?! Nein Niemand, auch nicht die TNin, die schon lange hier wohnt.

Wer kennt „Angela Merkel“? Einige und nach einem arabischen und persischen Intermezzo, alle. Es ist die Bundeskanzlerin

Dieses Unwissen über den Satz des Jahres kann ich so nicht stehen lassen, wirklich nicht.

Wo ich stehe, ist gefliest, wo die TN sitzen, liegt ein Teppich: die Grenze. Ich frage die Familien wie lange sie schon hier sind. Drei Monate und ich zähle zurück: Januar – Dezember – November – Oktober. In Oktober standen Sie an der Grenze von Deutschland. und ich zeige nach unten: Deutschland – Österreich. Dann spiele ich die geteilte deutsche Gesellschaft: Diejenige, die die Flüchtlinge nicht wollen und schimpfen und, ein Meter nach rechts, die Gruppe, die sagt, sie sind willkommen.

Dann gehe ich auf den Teppich und sage: Angela Merkel hat allen Menschen hier in Deutschland gesagt: „Wir schaffen das.“ und „Sie dürfen kommen“. Und nach diesem Satz haben die Menschen hier gesagt „OK !“ und haben begonnen Ihnen zu helfen. Ich zeige auf alle Menschen im Raum und draußen „Wir schaffen das“. Und dann passiert etwas Wunderbares: Da die Teilnehmer gewohnt sind, jeden lauten Satz von mir zu wiederholen und ich den Satz „Wir schaffen das“ noch mal sage hallt es durch den Raum: „Wir schaffen das!“ Ein rührender Moment.

Tag 10: Erfreulicher Besuch

Alle sind pünktlich gekommen und wir starten mit dem Beispielsätzen von „Ich habe – du hast – …). Ein TN liest einen Satz, dann noch mal (LAUT) und dann die Gruppe. Es sind einfache Sätze und alle 8 (von ich über er – sie –es bis Sie) TN machen ihre Sache gut. Ich lobe. Dann zählen wir von 1 bis 31, und dann  40 – 50 bis 100. Es klappt, auch wenn wir bei der langen Reihe ein paar Mal aus dem von mir gezeigten Rhythmus kommen. Danach deklamieren 10 TN nacheinander die Wochentage. Manche können das schon recht gut und machen dies ziemlich schnell. Ein TN will es auch schnell machen und verheddert sich. Die langsame Wiederholung klappt. Bei den Monaten brauchen wir noch Übung. Die Wiederholung von gestern: „Wann haben Sie Geburtstag?“ klappt auch noch nicht so gut. „Ich habe Geburtstag am fünfzehnten Oktober“ ist noch ziemlich schwierig und jemand hat am zehn ersten statt am elften Mai Geburtstag. Alle jedoch antworten mit diesem Satz und Niemand antwortet mehr mit der Wiederholung „Wann haben Sie Geburtstag?“ Schulalltag.

Bei dem Sommersatz „ Im Sommer gehen wir schwimmen oder baden.“ bringe ich jetzt den Bezug zum „Badezimmer“ von gestern. Manche haben ein Aha-Erlebnis.

Die Familienmitglieder und die Körperteile pauken wir durch. Ich ermutige: „Morgen wieder“, weil niemand sich erinnern kann was „Die Backe“ bedeutet und dass ein Kind „schöne Bäckchen“ hat.

Die Beispielsätze für die Körperverben (sehen, usw.) habe ich nach dem Schema „Hauptsatz, Nebensatz“ mit einer Auswahl der häufig verwendeten Worte zusammengestellt. Die TN schwitzen. Hier kann ich jedoch gut hören, wer Erfahrung im Lesen unserer Schrift mitbringt.

Dann kommt „das Gesundheitswesen“ dran. Ich bringe den Teilnehmern einen Trick bei.

Ich sage: Sie waren in einem Deutschkurs, so wie Sie bei „Wann haben Sie Geburtstag? antworten, „Ich habe Geburtstag am…“ antworten Sie beim Arzt auf die Frage „Haben Sie Schmerzen? mit „Nein, ich habe keine Schmerzen“ und nicht einfach mit „Nein“ – Das ist besser für Sie. Der dritte TN hat Pech: „Haben Sie das Bewusstsein verloren?“ – Nein ich habe kein Bewusstsein“. Ich erkläre den Unterschied zwischen „keine Schmerzen“ und „nicht verloren“. Schon wieder halb elf.

Kurz nach neun kommt der jüngste Schüler, der sich gestern mit „Bad Dürkheim“ hat abmelden lassen, herein. Ich strahle – er strahlt. Er entschuldigt sich und sagt, er geht jetzt in eine echte Schule. Heute war „keine Schule“ und deswegen ist er noch mal vorbeigekommen. Ich freue mich riesig, wünsche ihm Glück und erkläre der Gruppe: Das ist das Beste, was dem jungen Mann passieren kann und für ihn besser als hier zu sein. Ich ermutige ihn „lernen, lernen, lernen, bitte, bitte, bitte“ und, wenn keine Schule ist, sind Sie hier immer willkommen. Er nickt.

In der Pause zeigt er mir seinen Maxx Ausweis und bedauert, dass sein Name falsch geschrieben ist. Ich bestätige ihn und meine „Ihr Name sollte IMMER richtig geschrieben werden, das ist wichtig“ Und erinnere ihn daran, dass ich meinen Name immer buchstabiert habe.

Nach der Pause gibt es wieder Zahlendiktat. Für die TN-Familie mit Kind, die gestern nicht da war, wiederhole ich das Konzept: Nicht beim Nebenmann gucken, keinen Namen auf dem Zettel und bei „46 und 87“ schreiben wir von rechts nach links.

(Nach Korrektur zuhause: 6 TN schneiden bei den 20 Zahlen (10 – 99) fehlerfrei ab).

Dann kommt die erste Geschichte von „Viele Wege führen nach vorne“. Irina aus Kasachstan kam in der 6. Klasse in die Hauptschule, wurde dann „Konditorei-Fachverkäuferin (schwierig – schwierig) und bildet sich weiter bis Betriebswirtin und bildet jetzt Fachverkäuferinnen aus.

Ich skizziere den Werdegang, die TN finden es kompliziert. Verstehe ich, nach erst 10 Tage Deutschvermittlung. Ich neutralisiere: Wir werden jeden Tag eine solche Geschichte lesen, damit sie mit diesen Beispielen Zuversicht bekommen, dass ihnen in Deutschland vieles offen steht. Und dass wir uns hier in diesem Land freuen über jeden, der einen derartigen Werdegang realisiert.

Tag 9: Tür aufhalten und Zahlendiktat

Zwölf TN sind gekommen. Zwei TN lassen sich abmelden, weil sie einen anderen Kurs besuchen und später wird der Ehemann einer TNin vorbeikommen und mitteilen, dass sie krank ist. Wir beginnen mit der Wiederholung ab Seite 1. Die Uhrzeit lesen ist noch sehr schwierig. Eine gute Stunde später ist die Wiederholung zu Ende, die erste Hälfte hat wirklich gut geklappt. Danach kommt das Thema „Freundlichkeit“ dran. Ich erkläre, dass die meisten Menschen (ich sage 70 %) wirklich freundlich sind und ermutige sie, sich zu der Gruppe der „freundlichen Menschen“ zu gesellen. „Das ist gut für uns alle“ meine ich. Ich erwähne die erste Lektion „Im Globus“, mit „Guten Tag – Bitte Schön – Danke schön – Auf Wiedersehen“. Ich wiederholen auch noch mal, dass es die freundlichen Menschen sind, die uns Helfer helfen den TN zu unterstützen. Dann erkläre ich, dass „freundlich“ auch bedeutet, dass wir die Ladentür (ich habe einen Schuhladen ausgewählt) aufhalten, wenn jemand nach uns kommt. Ich wähle einen TN aus, er kommt nach mir in den Laden, ich halte die Tür auf. Ich habe Glück: Er sagt „Bitte schön“, er bedankt sich. Ich korrigiere, er soll „Danke schön“ sagen – leuchtet ihm sofort ein. Das spielen wir ein paar Mal durch: Ich bin mal ein Mann, eine Frau, ein Kind, eine alte Frau (dauert länger). Immer hält er mir die Tür auf und ich immer „Danke schön – danke schön“, das „bitte schön sagt er jetzt ganz fließend. Applaus.

Nach der Pause machen wir Zahlendiktat. Ich erkläre, dass ich wissen möchte, wie gut die Gruppe bereits Zahlen schreiben kann. Alle bekommen einen kleinen Notizblock mit „Nach vorne führen viele Wege“ als Deckblatt. Danke liebe Mitarbeiterinnen vom Ministerium für Wirtschaft! Sie sollen 20 Zahlen aufschreiben, die ich diktieren werde. UND, sie sollen nicht beim Nachbarn schauen, weil ich, der Lehrer, alles sehe – Ein Moment lang sind alle, wie in einer Klasse, das Kichern hört sich sehr jugendlich an. Und los. Ich sammele die Zettel, ohne Namen, ein.

Als nächste Sprachübung, anschließend an die Körperteilen und Körperverben (sehen, riechen usw.), arbeiten wir uns durch einen Fragebogen vom „Gesundheitswesen“.

Wir lernen akute – chronische Schmerzen, Atemnot und Blutungen. Bei Durchfall und Verstopfung wird es wieder lustig, weil ich es vormachen muss. Dann kommen noch Medikamente und Schwanger. Im Fragebogen steht „irgendwelche Medikamente“. Das Wort „irgendwelche“ verstehen sie nicht, und ich kann es auch nicht gut erklären.

Und weiter: Worte rund um Haus und Wohnung. Ich frage, wer in einem Haus und wer in einer Wohnung lebt. Dazu male ich zuerst ein Haus und einen Wohnblock. Wohnzimmer, Schlafzimmer, usw. Diejenige, die Englisch können, meinen das „Flur“ der Boden ist. Ich berichtige, gehe an die Tür und erkläre, dass wir hier in Deutschland Personen, die wir nicht kennen, nicht ins Haus lassen, Menschen die wir kennen, wie den Briefträger, in den Flur bitten und Freunde und Bekannte ins Haus bitten. Bei Boden (Teppichboden in Syrien) und Decke gibt es ein „Aha“ Erlebnis: Ich erwähne, dass Eltern manchmal „an die Decke gehen“ wenn Kinder nerven oder wild spielen. Jemand kannte den Ausdruck, wusste jedoch nicht, dass die Decke gemeint war. Ich spiele noch mal einen genervten Elternteil, die Eltern verstehen mich – sie lachen.

Um halbzwölf nehme ich die Broschüre „Nach vorne führen viele Wege“ und bitte die TN, sie morgen mitzubringen. Ich erkläre, dass die TN eine Arbeit suchen werden oder vielleicht zuerst eine Ausbildung machen werden. In der Broschüre sind mehrere Beispiele aufgeführt, wie der Werdegang eines Menschen aussehen kann. Ich mache Werbung für Deutschland: Hier kann man sich immer weiter entwickeln und erkläre das Schulsystem. Und hier ist es für die Menschen total ok, wenn jemand mit 30 oder 40 noch eine Ausbildung macht. Wir werden in den nächsten Tagen jeden Tag einen Fall lesen und erklären, damit sie ein Gefühl dafür bekommen, wie „Werdegang“ aussehen kann. Ich bitte eine TNin den Text für morgen zu üben. Sie wird zuerst lesen, danach werde ich ihn noch mal lesen und erklären. Sie akzeptiert – Freude bei mir – zeige ich auch.

Bereits 80 % verlassen den Raum mit einem „Auf Wiedersehen – bis Morgen“.