Tag 07: Zahlensalat und Oma

09:00 Uhr: Es sind 15 TN anwesend. Insgesamt werden es 19 werden. Ein TN übernimmt die Wiederholungsrunde: „Guten morgen, mein Name…“ . Dies klappt ganz gut. Nach den Zahlen bitte ich jeweils (5x) einen TN fünf Zahlen zwischen 10 und 100 zu nennen. Ein anderer TN schreibt sie an die Tafel. Die Schwierigkeit beim Zahlen schreiben habe ich unterschätzt. Etwa die Hälfte der Teilnehmer schreibt „34“ statt „43“ wenn „dreiundvierzig“ gesagt wird. Sie werden unruhig. Ich sage: „Nur langsam, morgen üben wir noch einmal, und so lange bis wir es können“.

Uhrzeit, Tage und Monate und Jahreszeiten rutschen durch. Danach üben wir die Fragen dazu (Wie spät ist es – welcher Tag haben wir heute – der wievielte ist heute (ist morgen oder war gestern) – Wann können Sie kommen – Wann sind sie geboren). Das ist schon ziemlich kompliziert: Einen Tag, eine Zahl und einen Monat aussuchen und das alles in einem Satz zusammen formulieren. Alle 15 werden gefragt.

Wir üben noch ein paar Sätze wie: „Im Frühling blühen die Blumen, dann sind wir viel draußen“.

Ü und U sind unglaublich schwierig. Ich erinnere mich an meine Anfangszeit vor 30 Jahren.

Die „Familie“ ist wieder einfach. Deswegen präsentiere ich: „Schwierig – schwanger – Schwester – Geschwister – Schwiegereltern – Schwager“. Dies geht viel besser als am Freitag. „SCHW“ festigt sich. Pause.

In der Pause meldet sich ein TN für morgen ab: Arztbesuch. Ich lobe ihn sehr – er strahlt. Ich erwähne noch mal, dass ich keine Begründung brauche, nur die Information. Ich glaube, ich habe wieder einen Mann für das „deutsche“ Verhalten gewonnen. – So sollte es sein.

Nach der Pause ist Lesen angesagt:      OMA

Du hast mir einst in meinem Leben

so viel Gutes mitgegeben.

Entführtest mich ins Wunderland

und gabst mir kleinem Knirps die Hand.

Du gabst mir Sicherheit und Halt

auch im verschneiten Tannenwald.

Ich erkläre erneut die schwierigen Worte. Ich lerne, dass alle Schnee kennen. Fünf TN lesen und ich sage: „Morgen frage ich fünf weitere andere Personen“. Ein kleiner Knirps ist auch anwesend.

Als nächstes lernen wir uns vorzustellen. Wir kennen alle Wörter dazu und ich stelle mich als erste vor. Das Wort „Hobby“ (im Garten arbeiten – Fahrradfahren – usw.) verstehen sie nicht.
Ich: „In Deutschland sollte man ein Hobby haben“. Schwierig – ich verschiebe „Hobby“ auf Januar.

Einige stellen sich vor. Ich erwähne, dass wir von ihren Ländern nur wenige Städte kennen (Syrien:  Damaskus und Aleppo, Afghanistan: Kabul und Kundus, Irak: Bagdad und Basra und  mir von Iran nur Teheran geläufig ist) und Sie beim Geburtsort zu diesen Städten Bezug nehmen sollten. Ich wähle fünf TN aus, die sich morgen vorstellen und sich darauf vorbereiten sollen: die ersten Hausaufgaben. Ich lerne: Ein TN ist in Aleppo geboren.

Es folgen die Körperteile. Das fängt lustig an. Weil ich nur wenige Haare habe und sage „die Haare“  und danach zeige ich schnell auf eine Frau „wenig Haare – viele Haare.“ Heiterkeit.

Bei Mittelfinger erwähne ich, dass man den Stinkefinger NIE zeigen sollte. Sie bestärken mich: bei Ihnen auch nicht, abgehakt.

Zum Schluss schreibe ich an die Tafel: „Wir haben heute hart gearbeitet“ und bedanke mich.

Zustimmung bei allen.

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